• Daniele Di Fronzo

Was ist wichtiger beim Fliegenfischen ?

Werfen, Menden oder die Drift..


United by true Passion

Nach einer langen Pandemiezeit konnten wir ein EFFA Member-Jahresevent in Slowenien durchführen.

Eines der Hauptziele der Organisation ist das Networking unter Fliegenfischern über die Grenzen hinaus und um sich persönlich kennenzulernen.Auch die Herausforderungen in Bezug auf die unterschiedlichen Gesetzgebungen, Wasserbau und Naturschutz in den verschiedenen Ländern kamen zur Sprache.

Diese enden nicht an den Grenzen, da die Flüsse über mehrere Länder fliessen und jede Entscheidung auch eine Auswirkung auf angrenzende Nachbarn hat.

Ein weiteres Ziel ist die Zertifizierung der Instruktoren und es freut uns, dass wir als Neuzugang Willi Traby (A) und Dominik Borrmann in der Runde begrüssen dürfen. Herzlichen Glückwunsch zur Zertifizierung, wobei die wahre Prüfung der Weg dahin war.

Dieser Einladung folgten ca. 40 Fliegenfischer aus mehreren Nationen und nutzten die Chancen sich über all die Facetten der Fliegenfischerei auszutauschen. Es ist uns ein Anliegen zu erwähnen, dass es absolut unwichtig ist, auf welchem Niveau jemand fischt oder wirft, in erster Linie sind wir alle Fliegenfischer. Freundschaften entstehen, Informationen fliessen und Knowhow wird weitergeben beim Fischen, beim Nachtessen oder in den Workshops. Diese waren natürlich auch den Fliegenfischern der Gegend zugänglich, die sich von den Instruktoren einige Tricks oder Trainingseinheiten zeigen lassen konnten.

Die Wichtigkeit unseres Events wurde noch dadurch unterstrichen, dass es sich der hiesige Bürgermeister nicht hat nehmen lassen uns beim Nachtessen zu begrüssen. Es stellte sich heraus, dass unsere gemeinsamen Ziele sehr ähnlich sind, da der Fliegenfischer-Tourismus eine grosse Bedeutung für die ganze Region hat. Bedanken möchte wir uns besonders bei Helen und Zlatko von https://flyfishers-friend.com für die grossartige Unterstützung und Organisation vor Ort. Alles hat fantastisch geklappt: von den Unterkünften über die Verpflegung, bis hin zu den Pools für die Demos.

Einige von uns nutzten das EFFA Event in Slowenien um danach gemeinsam ein paar zusätzliche Tage zu fischen. Ferdy aus Holland, Heinz aus Bayern sowie Fredi, und Robert aus der Schweiz durfte ich bei dieser Gelegenheit die prachtvolle Gegend in diesen Tagen näher bringen. Als Headquarter für all unsere Trips diente uns eine grosszügige Ferienwohnung. Diese bot die optimale Gelegenheit bereits früh am Morgen,

oder Abends bei einem Glas Wein, angeregte Diskussionen zu führen.

Die Themen waren unerschöpflich, aber immer fokussiert im Bereich unseres geliebten Hobbys. Alles wurde durchdiskutiert: Von der Fliege zum Streamer, von Huchen, über’s Material und den geeigneten Wurf, bis hin zum speziellen Erlebnis und zum richtigen Setup.Ich denke, dass jeder von uns viele gute Ansätze mitgenommen hat, oder durch gewisse Aussagen darin bestärkt wurde mit seiner Meinung/Umsetzung auf dem richtigen Weg zu sein.

Auch am Wasser fand stets ein reger Austausch statt, was natürlich genial war, da so viel Wissen von Theorie gleich direkt umgesetzt werden konnte. Es ging so weit, dass gewisse Spots auf verschiedene Arten angeworfen wurden um die optimale Präsentation herauszufinden. Das Knowhow von jahrzehntelangem fischen jedes Einzelnen sowie die Erfahrungen von zahlreich befischten Flüssen kam dadurch voll zum Tragen.

Meine Aufgabe bestand im Besonderen darin, Ferdy, der in Holland keine Fliessgewässer hat, in dieser für ihn neuen Situation die Woche durch zu begleiten.Man braucht nicht zu erwähnen, dass er ein begnadeter Werfer ist und keine Probleme mit Zielgenauigkeit und Wurflängen hat. Dennoch zeigte sich schnell, dass dies alles nicht viel bringt, wenn man das Menden im schnellen Wasser nicht intus hat. Der Winkel des Wurfes plus das optimale Menden der Schnur im richtigen Bereich sind auch für geniale Werfer der Schlüssel zum Erfolg. Diese schnellen Gewässer erlauben es einem nicht nachzudenken, weil sonst die Drift aus dem Ruder läuft. Dies gilt für das Fischen mit der Nymphe wie auch mit der Trockenfliege.

Die Kenntnisse aller Trickwürfe beherrschte Ferdy und die daraus resultierenden Vorteile zu nutzen waren für ihn kein Problem. Die grosse Herausforderung aber war das Richtige zum richtigen Zeitpunkt umzusetzen. Vieles läuft dann auch synchron und hat fast immer Konsequenzen in einem anderen Bereich der ganzen Drift. Mit der Zeit gelang es ihm die Situationen immer besser zu bewältigen und die Fortschritte zeigten sich ganz klar an den Fängen.

Für mich ergab sich daraus deutlich, dass der wichtigere Teil des Fischens das richtige Menden mit einer optimalen Drift ist. Ein schönes Werfen mit tollen Schlaufen spielt für erfolgreiches Fischen ganz klar eine ungeordnete Rolle. Wünschenswert wäre es natürlich Beides zu können und die Erfolge würden noch besser werden. Eine weitere Erkenntnis, die mir zwar schon bekannt war, bekam hier eine noch grössere Bedeutung! Und zwar wie viel es braucht bis ein Anfänger all dies unter einen Hut bringen kann. Aus meiner eigenen Fliegenfischer-Vita kann ich dazu nur anmerken, dass es sich lohnt hier professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und das dies den Weg zum Erfolg um Einiges verkürzt.

Herzliche Dank an die Gruppe für die tollen Erlenbnisse.


PS: Ferdy wird in Kürze seine Sicht der Dinge zum Thema beisteuern.

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Aufenthalt in Slowenien.

Bosnien /Kroatien / Slowenien


Wir planen wieder einige Touren.


Ziel ist es immer 3-4 Flüsse zu fischen mit:


Trockenfliege / Nymphe / Streamer


Hast du Interesse einfach nur melden:


daniele@flyfishing-difronzo.ch

+ 41 79 759 22 70


Tight lines und gesund bleiben