• Daniele Di Fronzo

Fliegenfischen runter bis nach Mazedonien

wieder diverse Flüsse entdeckt ...........................

 

Meine Tour begann in Italien, wo ich den Brenta und den Bacchiglione mit Francesco befischte .

Ziel war es neue Spots kennen zu lernen und meine Kenntnisse der Region zu vertiefen.

Natürlich freute es mich auch Mirco und weitere bekannte Fliegenfischer zu treffen und zu fachsimpeln.

Die Wasserstände waren leider nicht optimal, was die Fischerei ein wenig einschränkte.

Jedoch gelang es uns mit der gezogenen Sedge und der Nymphe einige Fische zu «verhaften».


Nach 2 Tagen ging es schon wieder weiter nach Slowenien, wo ich die Sava für das kommende EFFA Event ein wenig scouten wollte.Des Weiteren wollte ich mich für das bevorstehende Guiding noch ein paar gute Spots erkunden und das Altbewährte checken. Abgemacht hatte ich mit Yvonne und Dominik, welche mir auch ihre guten Stellen verraten wollten. Dafür nochmals herzlichen Dank.

Der 1. Tag war schlichtweg eine Sensation! Es wird lange dauern dies zu übertreffen- wenn überhaupt. Einziger Wermutstropfen war nur das wiedermal eine Kapitale ausstieg; `long release` sagt man dem in der Fachsprache. Zum Glück verkrafte ich solche Momente besser als früher aber so eine schlaffe Leine kann immer noch schmerzen. Ein gewaltiges Gewitter machte alles innert einer Stunde zunichte und für die nächsten 2 Tage waren nur noch Fischen mit angezogener Handbremse möglich. Nicht weiter schlimm, denn ich wusste, in einer Woche bin ich ja wieder da.

Weiter ging es über Kroatien, nach Serbien mit dem Endziel Mazedonien. Völliges Neuland für mich und meine Begleiter. Aber wir brauchten uns keine Sorgen zu machen, denn Nadica und Igor Stancev waren unsere Guides, die für uns ein passendes Programm zusammengestellt hatten. Nach einem feinen Nachtessen in Skopje starteten wir an den 1.Fluss, ca. 20 Minuten von der Metropole weg. Ein atemberaubender Fluss mit einem tollen Forellenbestand eingebettet in den Hügeln. Ein C&R Fluss, wo man sich richtig austoben konnte. Vor allem in den frühen Morgenstunden da die Temperatur

Später auf unglaubliche 40 Grad hochschnellten. Dies reichte uns auch und wir konnten einige Forellen in gutem Mass mit den Fliegen der Stancevs überzeugen. Weiter ging es in den Nationalpark, der in der Sommerzeit einen riesigen Strom von Touristen und Gastarbeiter beherbergte. Es gab schöne klare

Flüsse, welche wir aber nicht befischten da wir die Prioritäten auf das Spotten legten. Der Ohridsee ist einer der ältesten Seen der Erde und eine wirkliche Perle. Getrübt wurde das Vergnügen nur durch die Ballermann-Verhältnisse in der Stadt. Ein Riesenspektakel, was da in den Abendstunden abgeht.

Sobald man das Zentrum verlässt hat man es sehr ruhig und bekommt dass, was man sich unter Natur vorstellt.

Meine Empfehlung dazu unbedingt mit dem Flugzeug nach Skopje reisen und vor Ort ein Auto mieten. Der Reiseverkehr in den Sommermonaten ist kaum auszuhalten

Aufgrund von Hitze und Staus. Mit tollen Eindrücken, leider in zu kurzer Zeit, verabschiedete ich mich von meiner Reisegruppe und den Stancevs und

fuhr zurück nach Slowenien.


Mittlerweile war meine Gruppe eingetroffen mit der ich die nächsten 8 Tage die Sava und Savinja befischten wollte. Ralf und Maarten waren schon gut eingespielt dank vorherigen gemeinsamen Trips und erstaunten mich immer wieder aufs Neue, was die Beiden in den vergangenen 2 Jahren alles bewerkstelligt haben. Friedhelm war das 1 mal dabei und brauchte noch etwas mehr Inputs. Seine Ziele waren fischen mit der Trockenfliege, das Erlernen vom Nymphenfischen und eine grössere Aesche zu fangen. Mit dem Streamer hatte er schon viel Erfahrung und brauchte keine zusätzlichen Inputs. Tag für Tag nahmen wir unsere Themen durch- immer gerade so viel, dass es nachvollziehbar war. Zu meiner Freude darf ich behaupten, dass die Fortschritte schnell zu sehen waren und bei den Fortgeschrittenen konzentrierten wir uns auf den Switch Cast mit Zughand. Das Driften mit der Nymphe und die Präsentationen der Trockenfliege klappten auch immer besser. Leider waren die extremen Regenfälle immer wieder ein Hindernis und die Fische straften uns stets ab. Hohes Wasser, schmutziges Wasser und unerreichbare Stellen erschwerten unser Vorhaben und allzu oft mussten wir zu den Sreamern wechseln. Es gab aber immer wieder Lichtblicke und wir konnten trotz allem einige schöne Fische mit der Trockenfliege fangen.


Die Savinja liess uns genau eine Stunde bei tollen Verhältnissen fischen. Nach 5 Würfen hatte ich schon meine erste schöne Regenbogenforelle und danach regnete es den ganzen Tag über nur noch in Strömen. Wasserfarbe Schokolade und reissend, so dass wir uns gegen 15:00 Uhr dem Kulinarischen zuwandten und dem Bier frönten. Den nächsten Tag verbrachten wir gezwungenermassen an der Sava, welche besser Wasserstände hatte, obwohl dies ein Fahrweg von mehr als einer Stunde bedeutete. Die Trophystrecken liessen wir aus und fischten im oberen Bereich, da das Wasser dort bereits eine viel bessere Qualität aufwies. Nebenflüsse wie die Treta brachten so viel Schmutz in den Fluss und dennoch gelang es uns einige Fische in den Kescher zu bringen. Der Wunsch von Friedhelm konnten wir natürlich auch realisieren und er wurde mit einer grösseren Aesche belohnt. Somit hat er seine Wunschliste komplett erfüllt und er kann sich bereits neue Ziele setzen für die nächste Tour.


Das Essen kam natürlich auch nicht zu kurz und wir hatten einige Highlights an einheimischer Küche. Viel zu schnell war alles wieder vorbei und schon mussten eine Gruppe die Rückreise antreten. Mein Ziel war es noch den Piave und den Brenta zu befischen, was mir leider nur teilweise gelang. Die Wasserstände waren auch hier eine Katastrophe und schliesslich konnte ich mit meinem Freund nur ein paar Stunden am Piave fischen. Einige Forellen erbarmten sich beim Anblick meine Trockenfliegen, aber das endgültige Finale blieb aus. Giovanni hatte mit der Nymphe mehr Glück und konnte 2 Fische landen. Der Rest der Woche beschloss ich mein Heimatland in vollen Zügen zu geniessen-

mit feinem Essen, Wein und einfach « dolce far niente»!


Im Wissen, dass ich praktisch den ganzen September wieder unterwegs bin, viel mir das nicht schwer.


 

Bosnien /Kroatien / Slowenien

Wir planen wieder einige Touren.

Ziel ist es immer 3-4 Flüsse zu fischen mit:

Trockenfliege / Nymphe / Streamer

Hast du Interesse einfach nur melden:

daniele@flyfishing-difronzo.ch

+ 41 79 759 22 70

Viel Spass mit der Bildergalerie

Tight lines und gesund bleiben