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  • AutorenbildDaniele Di Fronzo

Endlich gutes Wasser im Frühjahr

....aber Trockenfliege schwierig

 


Ab Mitte Mai fiel der Startschuss zu meiner fünfwöchigen Reisetour mit verschiedenen Gruppen von Bosnien über Slowenien nach Kroatien. Auffallend bei allen Destinationen war, dass die Trockenfliege sehr wenig eingesetzt werden konnte und hauptsächlich auf Nymphe gefischt werden musste. Tatsächlich fingen wir sogar Mitte Juni noch Fische mit Egel, was darauf hindeutete, dass diese noch am Boden klebten. Die Aktivität an der Oberfläche war zwar mässig, aber wir konnten dennoch schöne Fische überlisten.

In Bosnien war über Pfingsten und Auffahrt leider wieder sehr viel Betrieb. „Leider“ muss man sagen, weil die Ribnik aufgrund der vielen Fischer in dieser Zeit einfach eine Herausforderung ist. Natürlich findet man immer einen Platz zum Fischen, aber es ist schon sehr störend, wie gewisse Fliegenfischer sich verhalten. Die vielen Fliegenmuster, welche die Fische in den vergangenen Tagen schon gesehen hatten und der tiefe Wasserstand machten das Unterfangen auch nicht grad leichter. Es empfahl sich daher sehr fein zu fischen.

Seit mehreren Jahren arbeite ich dort zusammen mit meinem Partner Una Discovery, der sehr viel Erfahrung hat und es gelang uns trotz aller Widrigkeiten einige schöne Fische zu überlisten. Das bedingt aber zwingend einige Sachen anders zu machen als wir es von anderen Flüssen her gewohnt sind. Dies beginnt mit den bosnischen Fliegenfischertechniken und den damit zusammengestellten Vorfächern. Eine weitere wichtige Komponente sind die Nymphen, welche hier einen ganz anderen Stellenwert einnehmen als in Kroatien und Slowenien. Firduz und Ani machten einen Superjob und taten alles dafür, dass unsere Kunden zum Fisch kamen. Dafür musste man seine Komfortzone natürlich verlassen und sich einiges an neuen Skills aneignen. Aber gerade das macht so einen Urlaub erst interessant.

Die übrigen Wochen verbrachte ich mit 3 weiteren Gruppen von 4 – 5 Fliegenfischern in Slowenien und Kroatien. Auch dort waren wir erfolgreich unterwegs, bis, wie bereits erwähnt auf das Fischen mit Trockenfliege. Wenn was ging, dann eigentlich nur mit Fliegen in der Grössenordnung von 20/22, was wiederum meine Gäste ein wenig forderte.

Nachstehend kurz ein paar Worte zu meinem Guiding um den Unterschied zu einem herkömmlichen Guiding von Tagesgästen aufzuzeigen. Die Fliegen anzubinden, die Vorfächer zu knüpfen oder gar noch den Fisch zu hacken für volle Kundenzufriedenheit erscheint mir nicht zielführend. Sinn und Zweck ist es nicht nur Fische zu fangen, wenn ein Guide dabei ist. Vielmehr sollen die Kompetenzen in dieser Zeit durch individuelle Unterstützung ausgebaut werden um Erlerntes direkt in der Anwendung zu vertiefen und die vermittelten Prozesse danach auch alleine umsetzen zu können- ob in seinem Heimgewässer oder im Urlaub. Denn alles was man selbst tut bleibt im Gedächtnis und begeht man Fehler lernt man daraus. Natürlich bin ich jederzeit gerne bereit in speziellen Situationen Lösungen anzubieten.

Einige Gruppen unternehmen jedes Jahr etwas mit mir und ich bin begeistert, wenn ich sehe, welche Fortschritte sie in der Zwischenzeit gemacht haben. Das Fliegenfischen wird aus dem Effeff beherrscht und es geht hauptsächlich darum neue Destinationen zu bereisen, oder einen unbekümmerten Anlass, wo alles durchorganisiert ist, gemeinsam zu erleben.

Besonders beeindruckend war die Gruppe aus der französischen Schweiz, die eine für mich völlig neue Dimension ins Fliegenfischen brachte. Sowas hatte ich bislang noch nie erlebt! Gerald hatte die besten Zigarren im Gepäck, Norbert kredenzte uns Superwein, Jürg verwöhnte uns mit Whisky in Schokoladenbegleitung und Michel versüsste uns die Zeit mit seinen Pralinen. Das von ihnen eigens entworfene Branding-Hemd mit Statement-Aufschrift sowie der von Jürg liebevoll hergestellte Espresso und mir direkt am Fluss serviert setzte dem Ganzen das Krönchen auf. An diese genussvolle Erweiterung könnte ich mich in Zukunft echt gewöhnen.

Herzlichen Dank für all eure Buchungen und die tolle gemeinsame Zeit. Ich freue mich bereits schon jetzt auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer im kommenden Jahr. Die Planung hat bereits begonnen und tolle neue Ziele ins Auge gefasst.

Derzeit konzentriere ich mich auf die Zweihandrute obwohl das Lachsfischen in Norwegen aktuell eingestellt ist. Der weitere Reiseverlauf ist dort momentan in Frage gestellt. Vor mir liegen jedoch noch Kanada und zusätzlich der Yukon, den ich diesmal detailliert bereisen werde. Gerne verfasse ich hier im Anschluss dann einen kleinen Reisebericht für euch.


Nun wünsche ich Euch noch viel Spass mit meinen Bildern und weiterhin gute Saison.

Bei Fragen darf sich jeder gerne melden.


 

Bosnien Reisen mit Una Discovery

Bei Fragen einfach melden.

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Daniele

+41 79 759 22 70























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