Ende einer abwechslungreichen Saison
- Daniele Di Fronzo
- 23. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Nov. 2025
....aber die nächste schon fast wieder verplant

Unglaublich, schon wieder ist das Jahr um und ich bereite mich bereits auf das Jahr 2026 vor.
Dieses Jahr hatte ich wieder einige Höhepunkte mit meinen Reisen. Nach Patagonien (siehe Blog), das ja grandios war, noch eine Steigerung zu finden? Kein Problem für mich, da mich die Abwechslung in den verschiedenen Rutenklassen und Fischen sowie die damit verbundenen Herausforderungen immer wieder neu herausfordern.
In diesem Jahr lag mein Schwerpunkt auf Italien, was nicht unbedingt von mir gesteuert wurde, sondern sich ganz aus den Anfragen ergab. Da ich viele wiederkehrende Gruppen habe und viele schon oft mit mir in Kroatien, Bosnien und Slowenien gefischt haben, wurde sicherlich etwas Neues aktuell. Man muss sich aber sehr bewusst sein, dass die Fischerei in Italien viel mehr Demut von einem Fliegenfischer abverlangt. Die Zahlen bewegen sich hier ganz klar bei wenigen Fischen pro Tag, dafür sind es aber sehr schöne Exemplare. Die Herausforderung beim Werfen und bei der Anbietetechnik ist in meinen Augen auch viel höher, aber die Lernkurve profitiert ungemein davon.
In Kanada waren auch wieder einige Freunde dabei, die dieses Abenteuer zum ersten Mal erleben durften. Dank der guten Vorbereitung und der Umsetzung der Tipps am Wasser wurden bereits am 1. Tag Lachse gefangen. Es ist für mich immer eine Freude zu sehen, wie Träume in Erfüllung gehen, und ich bin jedes Mal dankbar, wenn jemand einen Lachs fängt. Ich muss mir selbst vorwerfen, dass ich mich immer fast enttäuscht zeige, wenn ich nur einen Pink fange. Das ist aber nicht korrekt, denn auch diese können sehr viel Spaß machen, ganz besonders, wenn sie so frisch sind, wie wir sie fangen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man Erfahrungen sammeln kann, wie man sie landet und mit großen Fischen umgeht. Der Aufstieg in den letzten Jahren war sehr konstant und die Gruppe konnte tolle Ergebnisse erzielen.
Natürlich war ich auch wieder in Slowenien, Deutschland, Frankreich und Österreich unterwegs. Eines der Highlights war ganz spontan die Bewirtschaftung der Flüsse durch die ÖFG 1880. Die Pielach, die Schwarza, die Erlauf und die Ybbs sind einfach sagenhaft. Ich hatte einen Anlass mit der EFFA dort und habe so gutes Feedback von den anwesenden Fliegenfischern bekommen. Ich darf aber behaupten, dass auch ich wirklich begeistert war. Selten habe ich so viele Fische in so kurzer Zeit gefangen, und das mit außerordentlichen Maßen und noch dazu mit Trockenfliege. Das Prädikat „genial” darf in den Mund genommen werden.
Hier zum Link https://www.oefg1880.at/
Wenn ich in der Schweiz war, habe ich natürlich einige Guidings in meinen Lieblingsflüssen gegeben. Ich darf auch hier auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Besonders haben wir auch hier einige tolle Fische gelandet, obwohl sich die lokalen Fliegenfischer über die Bestände beklagen. Ich denke, es liegt natürlich viel am Vergleich mit früher, denn die Fischerei ist in meinen Augen sehr viel selektiver geworden. Die Zeit der „Selbstmörderfische” ist vorbei und es braucht mehr Aufwand und Können, um ein positives Ergebnis zu erreichen. Diese Aussage möchte ich aber auch relativieren: Ein guter Tag als Fliegenfischer kann für mich auch ohne Fisch enden.
Bei den Kursen/Guidings habe ich in letzter Zeit Folgendes festgestellt. Es wird nicht mehr eine generelle Auffrischung/Anleitung gesucht, sondern es sind spezifische Themen, die ich schulen darf. Die Teilnehmer möchten beispielsweise das Menden lernen, um das Dreggen zu vermindern, oder sie möchten Präsentationen geschult bekommen oder den Doppelzug beim Werfen perfektionieren. Das bedeutet, dass ich viel mehr Kurse gebe, die drei bis vier Stunden dauern und individuell auf die Themen eingehen. Persönlich finde ich das auch zielführender, als ganze Tage Kurse zu belegen und ab dem Nachmittag praktisch nichts mehr aufnehmen zu können. Besonders freut mich, dass ich sehr viele jüngere Fliegenfischer ausbilden darf und wie schnell sie alles umsetzen. Ich hätte mir gewünscht, in meinen Anfängen solche schnellen Fortschritte zu machen. Es scheiterte schon daran, dass man damals die Möglichkeiten, die wir heute haben, nicht hatte. Silvan, mein jüngster Schüler (auf dem Titelbild), der die zweite Tour mit mir gemacht hat, wirft/fischt, wie ich es nach zehn Jahren noch nicht konnte. Ich bin überzeugt, dass bei euch blanker Neid aufkommen könnte, wenn ihr das seht. Natürlich könnte man auch zu dem Schluss kommen, dass ich besonders untalentiert war.
Wie jedes Jahr werde ich im Frühjahr wieder auf einigen Messen präsent sein. Ansonsten hoffe ich, euch irgendwo am Wasser anzutreffen. Bis September 26 bin ich mit Reisen schon wieder voll ausgebucht. Für Guidings am Wasser in der Schweiz oder um Herausforderungen beim Werfen zu bewältigen, habe ich sicherlich noch freie Kapazität.
In diesem Sinne wünsche ich euch frohe und besinnliche Weihnachtstage sowie einen guten Start ins neue Jahr! Bleibt gesund und geht öfters fischen!
Hier noch ein paar Impressionen.

Ruten im Einsatz
Pozo
Einhand TR4C
Einhand TR3
Zweihand Klasse 8+9 6 -teilig
Gratualtion an:
Mike mit einer seiner tollen Forellen,Tight lines daniele@flyfishing-difronzo.ch
+41 79 759 22 70




































































































































































































































































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