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Die Gewässer der ÖFG 1880 in Österreich

  • Autorenbild: Daniele Di Fronzo
    Daniele Di Fronzo
  • 4. Juli
  • 5 Min. Lesezeit

....und meine Erfahrungen



Dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, mit meinen Gruppen folgende Flüsse zu befischen.

Steyr, Pielach, Erlauf und Ybbs.

Grundsätzlich wollte ich ein neues Reiseziel anbieten, weshalb ich im letzten Jahr schon einige Tage dort verbracht hatte. Der Probelauf war wirklich gut gelungen, sodass ich zuversichtlich war, dass meine Gäste Gefallen daran finden würden.

Den Anfang machte ich natürlich mit meiner „Skandalgruppe” Ralf, Friedhelm, Joachim, Maarten und unser kleiner Italiener Giovanni, auch „Gepetto” genannt, die ihrem Namen in allen Belangen gerecht wurde. Wir fischen schon seit vielen Jahren zusammen und es gelingt ihnen immer wieder, mich aus der Ruhe zu bringen. Ehrlich gesagt bezahle ich diesen Preis gerne, da dabei immer wieder viele tolle Geschichten entstehen und das Lachen im Vordergrund steht. Natürlich haben sie auch gelernt, mit meinen Macken zu leben, und diese provoziere ich natürlich auch immer wieder absichtlich. Die Wasserstände waren eher niedrig, und der Wind machte die Sache nicht ganz einfach, dennoch fingen wir sehr gut. Ganz besonders zu erwähnen sind die großen Äschen, die gefangen wurden, und das in einer Menge, die für mich absolut unglaublich ist. Die Jungs waren begeistert, und jeder hatte seinen ganz speziellen Tag.

Die Woche war wieder einmal viel zu schnell vorbei und schon ging für mich der Internationale Fliegenfischertag der ÖFG 1880 im schönen Pielachtal mit dem anschließenden Fliegenfischerkurs über drei Tage an der Erlauf los. Es war ein tolles Erlebnis, das viele Fliegenfischer auf Augenhöhe zusammenführt, und ich kann es jedem empfehlen, ganz egal, wo er mit seinem Können steht. Ein Angebot, das ich mir auch in anderen Ländern wünschen würde, und dass eine tolle Vernetzung über Europa garantiert. Der Output ist sehr groß in allen Belangen des Fliegenfischens, besonders in einer ungemein netten Atmosphäre.

Es war mir eine besondere Freude, blutige Anfänger ins Fliegenfischen einweisen zu dürfen. Sie haben es hervorragend umgesetzt. Toll war natürlich auch, dass zwei Frauen in der Gruppe waren, was in meinen Augen immer noch zu wenig gefördert wird. In dieser Hinsicht nimmt der ÖFG 1880 eine Sonderstellung in Europa ein, da er dies ungemein fördert und sogar eine „Lady-Gruppe” ins Leben gerufen hat.

Mein Freund Rolf hat die Gelegenheit genutzt und sein Feedback war durchweg positiv. Besonders erwähnenswert ist, dass man nach den Kursen noch fischen und das Erlernte umsetzen kann. Auch diese Tage vergingen wie im Flug und ich möchte mich nochmals für die Einladung zu dieser Veranstaltung bedanken.

An den weiteren drei Tagen befischte ich mit Rolf die Ybbs, die Pielach und die Steyr, um seine Fähigkeiten am Wasser zu optimieren. Man sah sofort, dass ihm die Tage sehr viel gebracht hatten und er sich mit den Inputs sehr verbessert hat. Bei den Würfen waren keine Korrekturen mehr nötig und wir konnten uns auf die Präsentation und die Drift konzentrieren. Besonders bedanken möchte ich mich bei meinem Freund Georg, der sich mir für ein paar Tage angeschlossen hat und mir seine besonderen Plätze an den Flüssen verraten hat. Ab Donnerstag wurde die Gruppe durch Mariann, Patrick und Daniel wieder größer und wir hatten eine tolle Erlebnisse mit beachtlichen Fänge. Hier musste ich allerdings Kritik einstecken, weil ich zu streng war und beim Keschern nicht gerade die Ruhe selbst bin. Da sie mich ja kennen und wieder mit mir reisen wollen, scheint es aber nicht so schlimm gewesen zu sein. Ich werde versuchen, mich in diesem Punkt zu bessern, aber wenn es mir nicht gut genug ist, muss es einfach raus. Verdammt noch mal!

Im Juni befischte ich mit Stefan, Adrian, Heinz und Fabian erneut die gleichen Flüsse und war sehr gespannt, wie sich die Flüsse im Sommer verändert hatten. Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir genauso tolle Fische fingen und die Bedingungen immer noch gut waren. Auffallend war nur, dass sich die Fische dem heißen Wetter geschuldet einfach viel weniger auf Trockenfliegen ansprachen. Besonders die Äschen verweigerten die Trockenfliegen praktisch komplett. Die Konsequenz war, dass es ein wenig schwieriger zu fischen war, aber man konnte einige kapitale Fische in der Größe von 50 cm landen. Nicht ganz so viele wie im Mai, aber wo fängt man schon so viele Äschen dieser Größe. Die Forellen stellten jedoch kein Problem dar und sorgten dafür, dass die Tage sehr kurzweilig waren. Aufgrund der niedrigeren Wasserstände gelang es immer wieder, Fische zu entdecken und sie erfolgreich zum Biss zu verleiten.

Die Gruppe war äußerst erfolgreich und die Fänge waren vor allem bei Heinz, der zum ersten Mal dabei war, absolut genial. Wir hatten sehr viel Spaß miteinander und hatten immer wieder Kommunikationspannen, die den Alltag ab und zu kurzfristig erschwerten. Als Meister der Improvisation konnten wir uns ein Lachen darüber nicht verkneifen und sprachen die Pannen bei geeigneter Stelle wieder an. Die Running Gags wurden bis zur Ekstase ausgereizt, was die Gruppe sehr sympathisch macht. Es entspricht meinem Humor.

Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Flüsse einen sehr guten Fischbestand haben und auch Anfängern eine faire Chance lassen, einige tolle Fische zu fangen. Natürlich ist derjenige im Vorteil, der öfter fischt, da er auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Die Ergebnisse sind sicherlich auch der Laune der Natur geschuldet, die sich über die Tage auch immer wieder ändert. Die größten Herausforderungen waren in diesen im Mai die Böen, die die Drift immer wieder sehr erschwerten. Dennoch waren die Fänge überdurchschnittlich in Menge und Größe. Das einzige Negative ist, dass ich nicht immer Fische aller Jahrgänge fing, was aber keine repräsentative Aussage über diese kurze Zeitdauer sein soll.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Patentpreise für einen Fliegenfischer mit durchschnittlichem Einkommen sicherlich nicht günstig sind, sich bei diesen Beständen aber allemal lohnen. Wenn man aber die Sicherheit will, wirklich Fische zu fangen, sind die Gewässer der ÖFG 1880 eine Bank und man kann mit der Sicherheit hinfahren, einige am Tag zu überlisten, selbst wenn die Fähigkeiten noch nicht sehr gut sind.

Erfreulich war auch, wie gepflegt die Flüsse waren. Es lag kein Abfall herum und es befanden sich keine Dinge darin, die nicht dorthin gehörten. Dies ist kein Zufall, sondern zeigt, wie gut die Flüsse auch in diesem Bereich gepflegt sind. Besonders zu erwähnen ist, wie behilflich die Aufseher sind, dir die guten Stellen zu verraten, an denen es gute Spots gibt, und dir auch die richtigen Muster verraten. Was mich immer gewundert hat: Wenn ich mit einheimischen Fischern gesprochen habe, wurde beklagt, dass es nicht mehr viele Fische gibt. Diese Meinung kann ich im Vergleich zu meinen eigenen Erfahrungen nicht teilen. Das ist in meinen Augen Jammern auf sehr hohem Niveau, denn die Dichte der Fische ist im Verhältnis zu Destinationen wie z. B. Italien, Slowenien, Kroatien, Deutschland und ganz zu schweigen von der Schweiz, außerordentlich einzigartig.

Nun geht es für mich in die Lachssaison, in der ich wieder meine eingestaubten Zweihandruten fordern kann. Natürlich werde ich auch dazu wieder einen Blog schreiben.

Viel Spaß mit den Bildern! Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit bei mir melden.

Einen schönen Sommer wünsche ich euch.

Ruten im Einsatz

Pozo

Einhand TR4 Emotion

Klasse 3-4

Länge 9`6

Gewässerinformationen:

Fragen an :

+41 79 759 22 70


















 
 
 

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